„Ich bin kein typischer Kontrabassist“, sagt Georg Breinschmid. Der Wiener Musiker, Komponist, Texter und musikalische Grenzgänger verbindet auf unverwechselbare Weise Jazz, Klassik, Wienerlied, Kabarett und Dada. Was als schulische Fluchtbewegung mit einem zufällig gefundenen Kontrabass begann, führte über ein klassisches Studium bis in die Reihen der Wiener Philharmoniker – ehe er sich endgültig dem Jazz verschrieb.
Seither steht Georg Breinschmid für genreübergreifende Kreativität und Virtuosität. Seine Werke und Programme sind ebenso eigenwillig wie virtuos: Walzer im 7/8-Takt, Funk-Balkan-Fusionen, vertonte Lyrik von Ernst Jandl oder H.C. Artmann, orchestrale Fantasien über Bizet oder Crossover-Auftragswerke für internationale Festivals. Ob als Solist oder in Formationen wie Brein, Schmid & Gansch – Georg Breinschmid bringt Groove, Witz und Tiefgang auf die Bühne. Dabei balanciert er elegant zwischen komponierter Kunstmusik und spontaner Improvisation.
Seine Alben – von „Wien bleibt Krk“ bis „Classical Brein“ – sind ebenso gefeiert wie seine Live-Auftritte. Zwei Hans Koller-Preise, Auftritte mit dem Vienna Art Orchestra und weltweit aufgeführte Werke zeugen von seiner Vielseitigkeit. Georg Breinschmid schreibt für Kammermusikensembles wie für große Orchester und arbeitet mit Künstler:innen wie Benjamin Schmid, Thomas Gansch, Emmanuel Tjeknavorian, Agnes Heginger oder Gunkl zusammen. Zahlreiche Kompositionsaufträge und Uraufführungen, unter anderem durch die Wiener Philharmoniker, „Johann Strauss 2025 Wien“, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, La Philharmonica, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und viele weitere.
Als Texter und Performer ist Georg Breinschmid ebenso eigenständig wie als Musiker: mit Rap über den Wiener Bezirk Hernals, Caféhaus-Hymnen oder dadaistischer Sprachartistik. In seinen Programmen verbinden sich Humor und Tiefsinn, Subversionen und Substanz.